StrandBlick September 2023
42 St rand B li c k Se p te mb e r | 2023 Ostholstein Druck · Verarbeitung & Veredelung · Versand Zeitschriften, Magazine, Kataloge, Prospekte und Broschüren Druck und Vertriebsgesellschaft mbH Am Busbahnhof 1 · 24784 Westerrönfeld Tel. 04331-844-0 · Fax 04331-844-100 info@percom.biz · www.percom.biz PerCom Besuchen Sie uns unter www.percom.biz Proteststurm gegen Nationalpark Ostsee Mit Trillerpfeifen und Tröten empfingen rund 1000 Fehmaraner und zahlreiche Zugereiste am 24. August ihren Minister- präsidenten. Daniel Günther gab sich gelassen. Die Diskussion um den geplanten Nationalpark Ostsee läuft schon länger, das Ergebnis ist noch offen: laut Günther haben Fischer, Wassersportler und Badegäste nichts zu befürchten. Den lautstarken Protest hörte man in ganz Schleswig-Holstein „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Ostsee klaut“, skandierte die Menge - und das kam dann auch via TV oder Radio überall dort an, wo man sich über Zu- stand und Zukunft des angegriffenen Binnenmeeres schon mal Gedanken macht. Viele hatten sich konkrete Maßnahmen zum Schutz der Ostsee ge- wünscht, zum Beispiel eine zügige Bergung der Weltkriegsmunition, die irgendwo am Meeres- grund verrottet. Geplant ist jedoch etwas anderes, nämlich ein Schutzgebiet von der Flensburger Förde bis zur Schleimündung, die süd- liche Eckernförder Bucht und die östliche Kieler Bucht bis Fehmarn. Das wäre eine Gesamtfläche von rund 160.000 Hektar. Umweltminister Tobias Goldschmidt, der Ende vergangenen Jahres diese Aktion zur Rettung der für den Klimaschutz extrem wichtigen Seegraswiesen auf den Weg brachte, hat al- lerdings die Lübecker Bucht von der Planung ausgenommen, weil man dort den Fokus be- sonders stark auf Tourismus setzt. Das erbost Fischer, Segler und Vermieter in Fehmarn. Man befürchtet einen „wirtschaftli- chen Kahlschlag durch den Nationalpark“ durch extreme Einschränkungen, die vor al- lem den Tourismus betreffen. Mittlerweile hat sich die Interessengemeinschaft „Freie Ostsee Schleswig-Holstein“ gebildet, die zwar inten- siv für den Naturschutz eintreten will, aber den Nationalpark Ostsee vehement ablehnt. Ob der potenzielle Nationalpark tatsächlich den Gesamtzustand der Ostsee verbessern kann, wird von vielen in Frage gestellt. „Das Verfahren ist noch völlig offen“, erklärte Daniel Günther den Demonstranten. Erst Ende 2023 will man einen Vorschlag vorlegen. Daniel Günther sieht die Situation gelassen: „Das Verfahren ist noch völlig offen“ Lauter Empfang beim Besuch des Ministerpräsidenten: rund 1000 Fehmaraner und Mitstreiter protestieren gegen den Nationalpark Ostsee Die Druckerei PerCom ist stolz darauf, ein Teil dieses bemerkenswerten Meilensteins zu sein und freut sich auf weitere tolle Jahre der Zusammenarbeit. Herzlichen Glückwunsch zur 300. Ausgabe.
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