StrandBlick April 2022
32 StrandBlick April | 2022 Scharbeutz Kreis Ostholstein richtet Notunterkünfte ein Sie kommen in Scharen, Frauen und Kinder, die schnell und wenig vorbereitet aus ihrer Heimat in der Ukraine fliehen mussten. Der „Überraschungsangriff“ des russischen Despoten Putin hat für eine Situation gesorgt, in der private Hilfen ebenso dringend gebraucht werden wie schnell eingerichtete Notunterkünfte in Ostholstein. In Timmendorfer Strand hat nach Grömitz und Bad Schwartau die dritte Notunterkunft für Ukraine-Flüchtlinge den Betrieb aufge- nommen. Entsprechend eingerichtet wurden dafür die 3-Felder-Sporthalle und die Sport- halle des Ostsee-Gymnasiums Timmendorfer Strand in Timmendorfer Strand mit rund . 130 Plätzen. Landrat Reinhard Sager erklärt: „Der Angriffskrieg von Putin gegen den souverä- nen Staat Ukraine ist mit nichts zu rechtferti- gen. Er trifft unschuldige Menschen und rich- tet sich gegen unsere Werte von Demokratie, Frieden und Freiheit sowie die unveräußerli- chen Menschenrechte. Unser Kreis steht an der Seite der ukrainischen Bevölkerung, die unser Mitgefühl und unsere Solidarität hat. Die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Ost- holstein haben in den vergangenen Tagen und Wochen ihre Solidarität und Hilfsbereit- schaft gezeigt. Gemeinsam mit den Städten, Gemeinden und Ämtern setzen wir alles daran, die Menschen aus der Ukraine aufzu- nehmen und ihnen Schutz vor Krieg, Unrecht und Verfolgung zu gewähren. Hierfür hat der Kreis einen Krisenstab beim Kreis eingerichtet, der mit allen Kommunen und Hilfsorganisa- tionen in regelmäßigem Kontakt steht. Ich freue mich, dass unsere Kommunen in Ost- holstein, die entsprechende Kapazitäten ha- ben, so schnell und unkompliziert bereit sind, ihre Sporthallen für die dringend notwendi- gen Notunterkünfte zur Verfügung zu stellen. Bis sich der Zustrom der Geflüchteten besser geregelt werden kann, benötigen wir drin- genddiese Zwischenstationen. Mein Dank gilt daher den drei bisher beteiligten Kommunen, der Gemeinde Grömitz, die als erste Sport- hallen zur Verfügung gestellt und damit be- reits den ersten rund 150 Flüchtlingen Unter- kunft ermöglicht hat, der Stadt Bad Schwar- tau, wo über 50 Personen aufgenommen wurden, und heute der Gemeinde Timmen- dorfer Strand mit der Bereitstellung ihrer Sporthallen sowie den beteiligten Hilfsorga- nisationen.“ - „Ich bin sehr froh, dass auch Timmendorfer Strand durch das kurzfristige herrichten der Sporthallen seinen Beitrag dazu leisten kann, den flüchtenden Menschen schnell eine erste Unterkunft und damit ein Dach über dem Kopf, warme Mahlzeiten und Sicherheit zu bieten“, erklärt Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke. „ Daneben bin ich sehr stolz und dankbar für die enorme Hilfsbereit- schaft unserer Bürgerinnen und Bürger in die- ser für alle schwierigen Situation.“-Das Land rechnet aktuell deutschlandweit mit minde- stens einer Million Flüchtlingen. Dies bedeutet nach dem Königsteiner Schlüssel für Schles- wig-Holstein ca. 34.000 Personen, für den Kreis Ostholstein über 2.300 Menschen, die untergebracht, betreut und versorgt werden müssten. Wer helfen möchte, kann über ukraine-hilfe@timmendorfer-strand.org oder www.kreis-oh.de Kontakt aufnehmen. Solidarität für die Ukraine und ihre Flüchtlinge zeigten die zahlreichen Demonstranten in Lübeck Der schönste Ort für einen besonderen Tag Die Taufe in der Kirche hat eine lange Tradition und für Eltern wie Kinder eine besondere Bedeutung. Jetzt gibt es für die- ses festliche Aufnahme-Ritual in die christliche Gemeinschaft ganz neue Möglichkeiten: Der Kirchenkreis bietet die Mög- lichkeit, die Kinder am Ostseestrand, im Kurpark oder am Pariner Berg taufen zu lassen. Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Taufe des eigenen Kindes? Gibt es überhaupt einen „richtigen Zeitpunkt?“- Im Kirchenkreis Ost- holstein sind alle willkommen, die sich – früher oder später – für die Taufe ihres Kin- des oder auch für die eigene Taufe entscheiden. Auf einem Taufportal ( www.taufen-in-ostholstein.de ) sowie in einem Flyer fasst der Kir- chenkreis Ostholstein nun erstmals alle möglichen Orte für Individual- taufen sowie alle Daten für Tauffeste zusammen, die 2022 in größerer Ge- meinschaft gefeiert werden. Vertre- ter des Kirchenkreises stellten das Internetportal wie auch den Flyer am Freitag, den 1. April, in Eutin der Öffentlichkeit vor. „Was für ein Glück, dass es die Taufe gibt“, so Propst Pe- ter Barz, der die Taufe als „besondere heilige Handlung“ und als „einen Aufbruch ins Leben“ beschreibt. Die Taufe sei der „Anfangspunkt der Glaubens- geschichte eines jeden einzelnen Christen“ und ein „sichtbares Zeichen der Zuwendung Gottes und des Segens“, sagte er. Laut Barz ging die Zahl der Taufen im ersten Jahr mit Corona (2019) von 828 Taufen auf 438 Taufen in 2020 zurück. Zwar seien die Taufzahlen in 2021 wieder auf 607 angestie- gen, doch der Stand von 2019 sei noch nicht wieder erreicht. „Das ist uns als Kirche natür- lich nicht egal“, so Barz, der jedoch auch po- sitive Signale sieht: „Wir wissen von vielen Fa- milien, die ihr Kind gerne taufen lassen wollen, denn oftmals wurde das Ereignis nur wegen der Pandemie und entsprechender Ein- schränkungen aufgeschoben.“ Mit einem Flyer und seinem deutschlandweit abrufbaren „Taufportal“ im Internet will der Kirchenkreis nun nicht nur den einheimischen Taufwilligen, sondern auch den zahlreichen Ur- laubsgästen ein Angebot machen. Taufen am Strand sind natürlich ein Dauerbrenner. „Ein solch fantasti- sches Ambiente“, sagt Pastor Koch, stehe ganz unabhängig davon of- fen, ob im Anschluss noch eine große Feier andernorts geplant sei oder nicht. Für ihn gehören der Weststrand von Großenbrode und das Strandpodest in Scharbeutz zu den Favoriten, weil die Aussicht hier so besonders schön sei. Frank Karpa kann sich für Fehmarn besonders begeistern. Und Propst Peter Barz? Er tauft am liebsten im Garten am frischen Wasser, direkt am Eutiner See und nur einen Steinwurf weit vom Schloss entfernt. Ein besonderer Ort für einen besonderen Moment: Die Taufe am Strand findet immer mehr Interessenten
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