StrandBlick August 2021
64 StrandBlick August | 2021 4. Einstellungen Spiegelreflexkamera • Programm „Halbautomatik mit Blen- denpriorität“: An der Kamera häufig das Programm „A“ • ISO-Zahl 100: Die ISO wird der Kamera fest vorgegeben auf einen Wert von 100. Diese gibt die Lichtsensibilität des Sensors an. • Blendenzahl auf >9: Die Blendenzahl wird der Kamera ebenfalls fest vorge- geben, somit wird sichergestellt, dass das Bild ausreichend Tiefenschärfe hat. Deshalb heißt die Automatik • „Blendenpriorität“. Bei einer niedrige- ren Blendenzahl kann es sein, dass nicht das ganze Bild scharf wird, son- dern nur Gegenstände im Vorder- grund („Bokeh-Effekt“). • Die Belichtungszeit wird nun von der Kamera automatisch gewählt, sodass es sein kann, dass dunkle Räume eine längere Belichtungszeit benötigen. Deshalb wird empfohlen mit einem Stativ zu fotografieren. Lange Belich- tungszeiten sind nicht aus der Hand zu fotografieren. 5. Tipps zur Perspektive • Lieber mehr Fotos als zu wenig: Da häufig schwer abzuschätzen ist, wel- che und viele Fotos man im Exposé zeigen möchte, empfehlen wir lieber mehr Fotos als zu wenige zu machen. • Systematisch alle Räume aus allen Ek- ken fotografieren • Fotos aus 1,20 Meter Höhe: Optimaler Weise fotografiert man die Räume aus einer Perspektive knapp über Ablagen Höhe - nicht auf Augenhöhe im Stehen. • Detail-Aufnahmen: Es lohnt sich ne- ben den Raum-Aufnahmen auch De- tailaufnahmen von bestimmten Aus- stattungsgegenständen zu machen. Diese lockern das Inserat und Exposé in der Bildfolge auf. • Außenfotos mit Stehleiter: Insbeson- dere bei Häusern kann es Sinn ma- chen das Haus von einer Stehleiter aufzunehmen, um stürzende Linien zu vermeiden. Stürzende Linien bedeutet das nach hinten kippen des Gebäu- des auf dem Foto, weil die Kamera ge- kippt wurde. Immobilien-Blog Anzeige Diese und weitere kostenlose Checkli- sten finden Sie unter: https://moeller- herm-immobilien.de/checklisten-anlei- tungen-vorlagen/ • Einblicke in die professionelle Immo- bilienfotografie • 9-seitige PDF-Vorlage mit Hilfestellun- gen und Anleitungen zur Immobilien- fotografie • inkl. Tipps und Anregungen zu den wichtigsten Gesichtspunkten der Im- mobilienfotografie 1. Vorbereitung • Immobilie vorbereiten: Hierzu haben wir eine separate Checkliste erstellt zum Thema „Home Staging“. Die Checkliste ist verfügbar unter dem fol- genden Link: moe.immo/hstaging • Maximales Licht: Gardinen, Vorhänge und Rollläden auf, alle Lampen an • Wäschekorb oder Umzugskarton zur Hand: Für evtl. Dinge, die spontan aus dem Blickfeld geräumt werden sollten während des Termins („Räumen ist schneller als retuschieren“) • Private Gegenstände & überschüssige Deko zu Seite räumen • Sonnenschein: Optimales Wetter für Außenfotos ist natürlich Sonnen- schein, die Innenfotos können auch bei bedecktem Wetter gemacht wer- den solange es nicht zu dunkel ist • Sonnenstand: Mit den Internetseiten www.suncalc.net oder www.sonnenver- lauf.de kann der Sonnenstand nach- geschaut werden für besondere Au- ßenperspektiven. • Tageszeit: Die optimale Tageszeit für Immobilienfotos ist aufgrund der Farbtemperatur zwischen 11 und 16 Uhr. 2. Ausrüstung Immobilien lassen sich heutzutage auch sehr gut mit einem aktuellen Smart-Phone bzw. Handy fotografieren. Wenn es eine Spiegelreflexkamera sein soll, empfehlen wir für den Hobbyfoto- grafen folgende Ausrüstung: • Spiegelreflex-Kamera mit Vollformat • Weitwinkelobjektiv, >10mm Brennweite • Stativ • Kamera-Wasserwaage 3. Generelle Kamera- oder Handyein- stellungen • Querformat • Maximal niedrige Brennweite (Weitwin- kel): Jedoch nicht niedriger als 10 oder 12 mm, um Fish-Eye-Effekt zu vermei- den. Manche Handys haben heutzu- tage auch einen Weitwinkelmodus, da mehrere Kamera-Linsen verbaut sind. • Blitz aus: Die Immobilie soll möglichst natürlich belichtet dargestellt werden. • Stativ verwenden: Die Fotos sollen zum einen möglichst nicht verwackeln und zum anderen ist die optimale Per- spektive für Innen-Fotos auf ca. 1,20 Meter Höhe. Auch für Fotos, die mit dem Handy gemacht werden, empfeh- len wir ein Stativ zu benutzen. • Rasterlinien im Display einblenden: Das Raster dient zur Orientierung, ob die Kamera „gerade“ aufgestellt ist und keine stürzenden Linien entstehen. • Kamera-Wasserwaage (falls vorhan- den für Spiegelreflexkamera) • 2 Sekunden-Selbstauslöser: Um ver- wackeln zu vermeiden, wenn der Aus- löser gedrückt wird Immobilienfotografie Was Sie wissen sollten – Die Checkliste Erik Weiß - Fotograf bei Möllerherm Immobilien
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