StrandBlick Mai 2020

50 StrandBlick Mai | 2020 Immobilien-Blog Anzeige Heute möchten wir die aktuellen Entwicklun- gen im Immobilienbereich in Corona Zeiten mal aus Sicht unseres in Norddeutschland tä- tigen Familien-Maklerunternehmens Möller- herm Immobilien beleuchten und Perspekti- ven in übersichtlicher Form aufzeigen. 1 Seit 6 Wochen Quarantäne Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Por- zellankiste. Zur Historie: Seit Mitte März wurde die Wirtschaft in Deutschland fast auf den Nullpunkt heruntergefahren. Gesundheit geht vor und deshalb werden die verordneten Hy- gieneregeln noch viele Monate bestehen blei- ben (Abstand, Hände waschen, Kontaktver- bot, Maskenpflicht). Die Absage des Oktoberfestes deutet darauf hin, dass die Kontaktbeschränkungen wohl noch bis in den Herbst andauern werden. 2 Erste Erfolge und kleine gefühlte Locke- rungen Gefühlte 99% der Bevölkerung halten sich strikt an die vorgegebenen Regeln mit äu- ßerst positivem Erfolg, so dass eine rasche Ausbreitung des Virus eingedämmt werden konnte. Gesundheit geht über alles und da macht unsere sonst viel gescholtene Regie- rung aus unserer Sicht einen wirklich guten Job. Die „gefühlten“ Lockerungen wie Öffnun- gen von Textilgeschäften unter strengen Ab- stands- und Hygieneregeln ändern nichts an dem Gebot der Vorsicht. Es ergibt sich nur ein etwas besseres Gefühl, denn das Thema mit den Abstandsregeln kennen wir ja alle bereits von den Lebensmittelgeschäften. Erste Stim- men warnen bereits vor einem Überwa- chungsstaat wie in China. Durch Apps, Ana- lyse von Bewegungsprofilen, Gesichtser- kennung erfolgt dort eine totale Überwa- chung durch den Staat. Eine Staats-Allmacht, die keiner bei uns wirklich will. 3 Der Weg zur Normalität wird noch lang werden Wir alle werden wahrscheinlich noch das ganze Jahr mit den Folgen und Konsequen- zen von Corona zu kämpfen haben. Die Poli- tiker hangeln sich von Termin zu Termin und gehen behutsam und vorsichtig vor. In der Bevölkerung trifft das auf eine große Akzep- tanz. Etablierte Parteien gewinnen wieder Vertrauen. 4 Geldanlage in Corona Zeiten Was bedeutet das für den Immobilien Markt und die derzeit hohen Preise? Der DAX hat sofort reagiert und ist zeitweise auf unter 10.000 Punkte gefallen. Inzwischen bewegt er sich wieder über 10.000 Punkte, ist aber volatil. Festgeldanlagen sind ebenfalls keine Alternativen zu Aktien. Immobilien und Sach- werte bilden die einzigen einigermaßen si- cheren Anlagemöglichkeiten. Bei Immobilien ist aber alles unter dem Langfrist-Aspekt zu betrachten. 5 Die Presse redet und schreibt gerne alles kaputt Jetzt kommen sogenannte Experten und pro- gnostizieren die Entwicklung des Immobilien- Marktes und der Preise. Daran beteiligen sich alle renommierten Journalisten aus Online Medien, Print, Funk und Fernsehen. Alle hin- terlassen ihre subjektiven Meinungen und Pro- gnosen. Resultat ist ein nicht fundiertes diffu- ses Werk von meist pessimistisch geprägten Pseudo Analysen. Man kann von einem sich selbst verstärkenden Medienzirkel sprechen. Das alles braucht jetzt niemand. Was wir jetzt wirklich gebrauchen ist Augenmaß und Pra- xiserfahrung, aber keine Epidemie von Falsch- informationen und Halbwahrheiten. 6 Die aktuellen Erfahrungen aus der Mak- lerpraxis: Abwarten Wir von Möllerherm Immobilien stehen in vor- derster Front und spüren tagtäglich die wirk- lichen Auswirkungen und Tendenzen auf dem Immobilien Markt in unserem Marktgebiet Norddeutschland. Wir besichtigen weiter, wenn auch weniger. Aber die Qualität der Be- sichtigungen ist deutlich besser geworden. Alle, die besichtigen, sind von uns imVorwege genauestens informiert worden, haben vorher virtuell besichtigt mit 360° Rundgängen und die Finanzierungsmöglichkeiten wurden vorab geklärt. Im April 2020 hatten wir 11 No- tartermine. Im April 2019 waren es 16. Dabei wird oft nicht generell abgesagt, sondern nur verschoben. Verschoben ist nicht aufgehoben und wird später nachgeholt. Wir erleben zum Teil eine Art abwartende Schockstarre, 7 Der Wohn-Immobilien Markt wird stabil bleiben und schon kurz- bis mittelfristig wieder wachsen An der Wohnraum-Knappheit ändert auch die Corona Krise nichts. Es wird nach wie vor viel zu wenig gebaut, um neuen dringend be- nötigten Wohnraum zu schaffen. Dazu kom- men die Preissteigerungen für die Erstellung von Neubauten. Handwerker sind knapp und immer weiter verschärfte Energie-Effizienz Auflagen treiben die Preise für Neubauten noch weiter in die Höhe. Die Nachfrage nach Wohnraumwird auch weiterhin das Angebot deutlich übersteigen, besonders in Gebieten mit guter Infrastruktur. Die Folge: Steigende Preise für Wohnraum, egal ob zum Kauf oder zur Miete. Von einer Immobilienblase sind wir weit entfernt. Das Gegenteil ist der Fall. Des- wegen werden auch Schnäppchenjäger, die schon auf der Lauer nach günstigen Immo- bilien sind, ohne Beute bleiben. Auf der an- deren Seite werden aber auch Immobilien- besitzer Mondpreise nicht durchsetzen können. Verkaufsgründe und damit Anlässe für den Verkauf von Gebraucht-Immobilien gibt es weiterhin völlig unabhängig von Co- rona. Wenn sich an der Lebenssituationen von Menschen etwas verändert, ergeben sich oft Entscheidungen, die den Verkauf einer Im- mobilie erforderlich machen. (Erbe, Scheidung, Sind die Immobilien-Preise immun gegen Corona? 10 Punkte aus der Maklerpraxis nach 6 Wochen Shutdown Annegret Möllerhermmit selbstgenähter Maske von ihrer Tante Gerda.

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